OPEC erhöht Förderziele – Ölpreis fällt

🛢 Ölbullen kapitulieren – Standard Chartered senkt Prognose dramatisch!

Die einst bullishen Analysten von Standard Chartered sehen schwarz: Ölpreisprognose für 2025 um 16 $ auf nur noch 61 $ gesenkt! Grund: schwache US-Konjunktur, politische Unsicherheit unter Trump & Quotenbruch bei OPEC+.

📉 US-Ölproduktion wächst kaum noch, aber Kasachstan überzieht brutal. Saudi-Arabien ist sauer – öffnet nun wohl die Ölhähne.


Es kommt selten vor, dass langjährige Optimisten öffentlich das Handtuch werfen – doch genau das hat Standard Chartered nun getan. Die renommierten Rohstoffanalysten, die noch zu Jahresbeginn fest von steigenden Ölpreisen ausgingen, haben ihre Preisprognose für 2025 um satte 16 US-Dollar auf nur noch 61 $ gesenkt. Für 2026 liegt das neue Ziel bei 78 $, ebenfalls deutlich unter den bisherigen Annahmen.

Der Grund: Eine Mischung aus geopolitischer Unsicherheit unter Präsident Trump, einer überraschenden Wirtschaftsschrumpfung in den USA (-0,3 % im Q1), und wachsendem Vertrauensverlust in die OPEC+-Disziplin – insbesondere durch Kasachstan, das seine Förderquote zuletzt massiv überzogen hat.

Kasachstans Ölproduktion stieg im Februar auf 2,12 Mio. Barrel täglich, das sind 13 % mehr als im Vormonat – und weit über der vereinbarten Quote von 1,468 Mio. bpd. Auch der Irak liegt wieder über dem Limit. Saudi-Arabien ist über diese Quotenverstöße so verärgert, dass es laut Marktberichten bereit ist, den Markt mit zusätzlichen Mengen zu fluten – ein klarer Warnschuss an die Trittbrettfahrer.

Und doch: Ich bleibe positiv gestimmt – denn gerade in solchen Momenten entstehen die besten Chancen für langfristige Investoren. Die Faktenlage zeigt: Die nicht-OPEC+ Produktion wächst kaum noch, von 2,46 Mio. bpd (2023) auf nur noch 0,79 Mio. bpd (2024). Für 2025 erwarten die Experten sogar nur 367.000 Barrel Zuwachs, 2026 nur noch 151.000 – das ist verschwindend wenig bei gleichbleibender Nachfrage.

Die USA importieren erneut mehr, während Saudi-Arabien die Situation strategisch nutzt: Nicht nur mit billiger Energie und flexibler Förderung, sondern auch als neuer Fertigungshub im Rahmen von Trumps neuen Zollregelungen. Parallel will man mit dem 2,5 Billionen Dollar schweren Minenprogramm neue Industrien erschließen – Kupfer, Gold, Phosphate, Bauxit. Bis die Investitionen wirken, müssten die Preise aber zunächst erheblich steigen, damit die geforderten Projekte auch ihre Wirtschaftlichkeit erreichen, die beim aktuellen Rohstoffpreisniveau einfach nicht gegeben ist.

Fazit: Wer jetzt Öl- oder Minenwerte ausverkauft sieht, sollte nicht zittern – sondern zugreifen. Ich jedenfalls baue meine Positionen weiter aus – denn in der Schwäche liegt die Kraft!

Mit herzlichen Grüßen
Andreas Lambrou
Chefredakteur Cambridge Investment-Club

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